Hoffen und…

Ich hoffe, Du bist taub,
für all meine schlechten Gedanken
und hörst nur mein Lachen,
wenn ich bei Dir bin.

Ich hoffe, Du siehst nicht das Ich,
das mir im Spiegelbild begegnet,
sondern nur das Dahinter, Daneben, Dazwischen.

Ich hoffe, Du spürst nicht die Kälte meiner Angst
oder die Brutalität meiner Wut,
sondern nur die Wärme und Dankbarkeit
in meinem Herzen.

Ich hoffe, Du glaubst an mich und uns
und liebst mich mehr,
als ich es selbst jemals könnte.

Hoffen und…

Schrecklich schön

All das Schöne, das da ist
habe ich schon lange vermisst
habe es nicht mehr gesehen
hinter den Gedankenwolkenfetzen
hinter den Tränenmullgardinen.

All die Liebe, die mich begleitet
habe ich schon fast vergessen
habe ich nicht mehr gefühlt
unter den Wutversammlungskisten
unter den Angsterfüllungssteinen.

All das Starke in mir, das ich hatte
ist mir irgendwie abhanden gekommen
kann ich nicht mehr finden
zwischen all den Alltagslebenslagen
zwischen all den Lebensmeisterschaften.

Schrecklich schön

Zeit und Raum

Und wieder muss ich feststellen, dass es einzig und allein meine Aufgaben sind, meine Unzulänglichkeiten, meine nicht gelösten Probleme und nicht aufgeräumten Baustellen. Es ist so viel leichter diese Aufgaben erst an die andere Seite abzugeben.

Früher habe ich es gehasst, wenn Menschen nicht mit mir in Konflikt treten wollten, wenn sie sich zurückgezogen haben, mich stehen lassen haben. Heute bin ich dafür sehr dankbar. Weil es mir die Zeit und den Raum gibt, mich selbst in den Fokus zu stellen und zu schauen, was da wirklich gerade passiert.

Und erst dann erkenne ich. Und irgendwann handele ich dann hoffentlich auch…

Zeit und Raum