The ugly ones

„Niemand und Nichts ist hässlich. Alles hat seine Schönheit.“ Die sind Sätze, die ich von meiner Mutter immer wieder gehört habe und auch heute noch höre. Meistens dann, wenn wir uns als Kinder über Jemanden lustig gemacht haben, weil er vielleicht nicht ganz dem gängigen Schönheitsideal entsprach.

Oft rufe ich mir diese Worte ins Gedächtnis, wenn ich merke, dass in mir etwas wieder vorschnell über Jemanden oder eine Situation urteilen will. Ich spiele das Spiel: „Was kann hinter der Fassade stecken, was ist die Geschichte dazu…“ und entdecke für mich, dass hier im Vergleich zum kleinen Anteil der äußeren Fassade, eine enorme Welt voller Möglichkeiten steckt.

Schwerer fällt mir das jedoch beim unangenehmen Gefühlen. Neid, Scham, Hass und Wut. Jeden Einzelnen von ihnen kenne ich sehr gut in all seiner Hässlichkeit. Es fällt mir noch sehr schwer die Schönheit dabei zu entdecken. Doch immer öfter entdecke ich den Sinn und die Notwendigkeit. Und auch immer öfter meine Geschichte dahinter.

The ugly ones

Schmu

Mein Ausblick wird geteilt durch einen einfachen Fensterrahmen und ob ich rot oder rosarot sehe, bestimmt mein Gefühl.

Der Geruch von Regen auf heiß geglühtem Sommerasphalt, ist Türöffner für eine kleine feine Zeitreise machen. Dorthin zurück, wo ich selbst schon einmal war.

Jeden Tag finde ich ein neues passendes Puzzle-Ich und füge zusammen, was zusammen gehört. Und erst so langsam werden mir die unermesslichen Dimensionen meines Irgendwann-Gesamtkunstwerks bewusst.

Und das Eintrittsgeld für das Karussell lege ich ab jetzt zur Seite und spare auf einen kleinen Heißluftballon. Verbunden mit der Hoffnung die Dinge mal wieder von einer völlig neuen Seite zu sehen. So wie damals…

Schmu

Zuckerträume

Ich entwerfe Kopfschwebepläne, die sich wie Zuckerwatte um meterlange Holzstäbchen wickeln. Eine Lage nach der anderen. Hauchzart, rosafarben und durchscheinig.

Doch nur ein Haps und sie sind wie wieder verschwunden. So zart, so süß, so lecker.

Zuckerträume